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Ode an die Mobilkommunikation

Samstag, 10. April 2010

Warnung an den geneigten, vorallem jüngeren Leser diese Beitrags: damals durfte man den Telefonhörer mit Schnur (!) während des Autofahrens noch bedienen und die Aussenantennen waren aus dünnem Metall und mindestens 30 cm lang.

Wie alles begann

Die Mobiltelefonie begann für mich mit dem C-Netz der Telecom PTT (heute swisscom), was etwa in den späten 80er Jahren des letzten Jahrhunderts war.  Zuvor schon konnte man auf einem sogenannten A oder B Netz unterwegs telefonieren,  zwar nicht überall und nicht unbeschränkt lange.

Zu diesem Blogbeitrag haben mich 2 Gründe motiviert: der Kauf eines „modernen“ HTC HD2 und der lesenswerte Blogbeitrag von JacoBlök.

Das C Netz der Telecom PTT

Meinen Einstieg in die mobilie Telekommunikation begann bei der Firma STRADEX von Peter Balmer in Thun. Als Aussendienstler hatte ich genug von der Suche nach den gläsernen Telefonkabinen der PTT – obwohl es in den 1980er davon an jeder Ecke eine Kabine  gab;  aber auch das sackweise Münz und die Kundenkartenkästen  ( ja, ja noch keine Paycards fürs öffentliche Telefon oder Laptop mit CRMS ! ).

Öffentliches telefonierern

Öffentliches telefonierern

Ein Beratungsgespräch mit Peter Balmer schälte mein Bedürftnis heraus:

Telefonieren unterwegs um eine Verspätung anzuzeigen oder in Pausen Termine bei Kunden einholen ( Vorwahl im C Netz  077  und das mit Auto ohne Klimaanlage! ). Der Koffer (oder Kindersarg ), ein Zetel von Zellweger,  wurde im Kofferraum eingebaut.  Auf das Autodach kam eine 30cm lange Antenne ( selbstverständlich in Wagenfarbe lakiert 😉 )  und der Hörer mit Tastatur  und Kringelschnur am Armaturenbrett montiert! Kosten für Natel (nationales Auto Telefon) und Montage: ca. sFr. 10000.- ohne Abo!

Ich schätze, dass mit diesem Natel C etwa 2-3 Jahre (!) gearbeitet habe. Das C Netz hatte noch die Eigenart, die Personen, die mobil CB-Funk brauchten kennen:  lästiges Knacken und sonstige Störgeräusche waren an der Tagesordnung.

Das digitale Netz Natel D GSM 079

Dieses Netz versprach modernste Technologie mit höchster Sprach- und Übermittlungsqualität. Pah, was waren schon Kosten für’s Abo von sFr. 69.-/mtl und Gesprächsgebühren von mind. 89 Rappen pro Minute! Dafür konnte man auch im Ausland mobil telefonieren: kein Schlangenstehen vor dem einzigen Telefonautomaten im spanischen Ferienort (übrigens Telecom PTT machte uns damals die Verbindungen). Telefonrechnungen von sFr. 1000.-/Mt. waren keine Seltenheit  –  für’s telefonieren!  Keine flatrate, kein Internet ….. 🙂  Knochen? So nannte man die ersten Geräte für das D Netz. Gross, klobig und mit aufgesetzter Antenne konnten sie auf einem 3-4 zeiligen, monochromen Display max.  ein paar Nummern speichern und erstmals (!) SMS versenden. Der Klingelton war ein Gepiepse fertig, basta!

Ich erinnere mich an mein erstes Siemens S4 für ca. 2000.- .

Anfang der 90er Jahre. Immer schneller geht nun die Entwicklung: Speichergrösse, WAP, Kamera, MMS, Internet, Bluetooth, farbiges Display, usw.

Eine Galerie meiner Telefone für Privat und Business. Nokialastig, so konnte man den Akku und Ladegerät meist vom älteren Gerät weiter verwenden (zB auf Reisen vergessene)  😉

 

Ach ja, aus Telecom PTT wurde swisscom; aber auch andere Firmen buhlen um unsere Kohlen: Diax (hä?), Sunrise, Orange, Tele2, usw … und die Telefonrechnungen: wie die Handys auch immer kleiner 🙂

 

Nachtrag 2013: Ach ja, nach X Nokia und ein paar HTC bin ich nun auch bei iPhone gelandet.