Archiv für 12. Dezember 2013

Treberwurst – @home? Ein Versuch

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Treberwurst, dieses ebenso schmackhafte wie traditionelle Gericht selber garen, zu Hause geniessen?

Das nach verschiedenen Quellen offenbar in der Region Bielersee zuerst bekannt gewordene Gericht wird heute meist zusammen mit Freunden in den Monaten Dezember bis Februar gegessen. Insbesondere in Regionen mit Weinbau und damit möglichem lokalen Bezug werden „Treberwurst-Essen“ heute zelebriert.

Die Treberwurst soll ursprünglich den im Winter tätigen Brennern des Marc (Trester, feste Rückstände der Traubenpressung) als warme Mahlzeit zur Verfügung gestanden haben.

Eine schöne Beschreibung der Geschichte, Rezept und mögliche Eventadressen am Bielersee fand ich HIER (Bielersee Tourismus).

Wer im Berner Oberland (Region Thunersee) eine Treberwurst geniessen will, dem empfehle ich Stähli’s Disti-Boutique aus Einigen. Dabei zu sein, wenn die Wurst vor Ort gegart im mobilen Brennhafen direkt auf’s Teller kommt ist ein Erlebnis.

 

 

 

 

 

Gestern nun meine Idee, die Treberwurst @home zu versuchen. Quasi analog des Kevin’s Fonduebängelli .

Dazu kaufe ich eine traditionelle Saucisson Vully und ca. 250g weisse Trauben, deren Saft ich auspresse.

Den Trester gebe ich eine Steamerschale und lege die Saucisson darauf. Wurst und Trester übergiesse ich mit einem Glas feinstem Marc von Stähli’s Disti-Boutique (wahlweise auch Grappa, wer hat) und decke mit Aluminiumfolie ab.

Im Steamer dampfgare ich so meine Treberwurst @home nach Zubereitungsempfehlung. Für die letzten 30 Minuten entferne ich die Alu-Folie und giesse noch etwas Marc nach.

In unserer Küche verbreitet sich ein Geschmack, wie neben einem mobilen Brennhafen.

Nach Ablauf der Zeit schneide ich die Wurst auf und flambiere mit wenig Marc (kann man auch weglassen). Dazu serviere ich lauwarmen Kartoffelsalat und eine Flasche roten Spiezer

En Gute

Fazit: Treberwurst @home ist möglich – sogar nahe am Original. Wer’s mag sicher einen Versuch wert.  Zum Beispiel wenn gerade keine der angebotenen „Treberwurst-Essen“ in den eigenen Kalender passen.